Autor: Anne

Hinschmeißen ist nicht.

Liebe Leserin, Woooohaaaa! Endlich, endlich ist eine Romangliederung fertig geworden! Große Freude und banges Hoffen, dass alles passt. 😄 — Anne Colwey (@AnneColwey) June 6, 2017 Schreibend habe ich eher ein hartes Jahr hinter mir. Der Grund: Es bestand überwiegend aus „nicht schreiben“. Und Selbstzweifeln, die so immens groß waren, dass ich einfach nur noch hinschmeißen wollte. Wie man an dem eingebetteten Tweet sehen kann, hat das mit dem Hinschmeißen nicht geklappt. Wirklich, ich hab´s versucht. Ernsthaft. Aber eine kleine Stimme in mir wollte das einfach nicht zulassen. Aufgeben wäre so leicht gewesen! Stattdessen sitze ich nun hier vor einer fertigen Romangliederung und freue mich wie blöd, dass ich das geschafft habe. 🙂 Die nächsten Monate schreibe ich mich also nach Süditalien, genauer gesagt nach Kampanien, und werde alles daran setzen, zwei Menschen Wärme zu geben, die den Halt verloren haben. Zwischen Weinbergen, mit Blick auf das tiefblaue tyrrhenische Meer, liegen Geheimnisse, die gelüftet und Schicksale, die gewoben werden wollen. Wahrlich, ich hätt´s schlimmer treffen können mit dem nicht Hinschmeißen. 😉 Apropos, Schicksale, die gewoben …

Das Licht am Ende des NaNoWriMo´s

Morgen ist der NaNoWriMo zu Ende, und ich habe es sage und schreibe geschafft, 14.893 Wörter zu schreiben. **Ironieaus** **Frustan** Woran lag´s? Nachdem dies nun der dritte gescheiterte NaNoWriMo-Versuch ist, komme ich langsam auf den Gedanken, dass der National Novel Writing Month für viele Schreibende die ideale Herauforderung ist, aber eben nicht für alle. Eine Herausforderung wirkt positiv motivierend, wenn eine reelle Chance besteht, sie zu meistern. Hier ist eher das komplette Gegenteil der Fall. Und das Schlimme? Ich wusste das im Grunde genommen von Anfang an, mein Stolz wollte das aber nicht einsehen. Selbstverständlich bin ich eine Zwillingsmama, die einen Vier-Personen-Haushalt inkl. großem Garten, zwei Kindergeburtstagsparties und den Schritt in ihre eigene Arbeitslosigkeit stemmt, und das alles während sie an 12 möglichen Schreibvormittagen à 3h 50.000 Worte raus haut. Was dachtet Ihr denn? Wie blöd kann man sein? Nicht blöd. Aber verzeifelt genug. Ich wünsche mir so sehr, endlich wieder ein fertiges Manuskript auf dem Tisch liegen zu haben, dass ich den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehe. Vor allem sehe ich nicht …

Colwey goes NaNoWriMo 2016

Die SUB-Challenge wird zur NaNoWriMo-Challenge Wir erinnern uns: Im letzten Post auf dem AnneBlog schrieb ich von all meinen Anfängen, vom Aufgeben und dem Drückebergersyndrom. „Vielleicht muss ich erst mal lernen, die Dinge zu Ende zu bringen.“ – Das waren meine Worte. Und genau das ist es. Zwar habe ich mir mit dem Hashtag #StapelUngeschriebenerBücher einen schönen, sanften Reminder gegeben, was da in meiner Projektschublade alles fertig geschrieben werden will (neue, unverhofft mich überrennende Ideen noch nicht mitgezählt), aber ich brauche vielleicht noch etwas mehr liebevollen Arschtritt, um das erste Häckchen auf meiner Manuskriptliste setzen zu können. Was hilft besser als jede wohl gemeinte Erinnerung? Kontrolle. Es gibt auf diesem Planeten keine Plattform, die dich schreibend besser in der Spur hält, als der NaNoWriMo. Jedenfalls ist mir im Netz noch keine begegnet. Spätestens im September / Oktober, wenn auf Twitter immer mehr Tweets mit Hashtag #NaNoWriMo / #NaNoPrep in meiner Timeline auftauchen, kriege ich dieses Kribbeln. Jedes Mal sage ich mir, dass ich mich doch nicht so unter Druck setzen lassen sollte, Gruppenzwang und überhaupt. …

Nichts geht mehr? Mach eine Challenge draus!

Du kennst das: Voller Enthusiasmus startest du in ein neues Manuskript, nachdem deine Muse eine Punktlandung bei dir gemacht hat und dich glauben lässt, dass es DAS Manuskript ist. Das eine Manuskript, was alles wieder gut macht, was bisher schief gelaufen ist in deiner Karriere als Autor. Das eine Manuskript, das dir den langersehnten Erfolg garantiert. Das eine Manuskript, das endlich, nach langen Jahren voller Absagen, von einem seriösen Verlag angenommen wird. Also, nichts wie ran an den Schreibtisch und los geht´s, deine gierige Muse will eifriges Tastengeklappere hören! Und du bist hochmotiviert dabei, haust Szene für Szene raus, brennst richtig für DAS Manuskript, bis–. Genau. Bis gar nichts mehr geht. Noch bevor du richtig verstanden hast, was eigentlich los ist, hat sich deine Muse entweder komplett verabschiedet, oder dich bereits mit einer neuen noch viel besseren Idee versorgt. Ich habe mich über 20x von dieser Diva kaufen lassen. Über zwanzig angefangene Manuskripte, Romangliederungen, grobe Handlungsgerüste rotten in meiner Schublade vor sich hin. Und ganz ehrlich? Ich habe die Nase voll. Ich habe keine Lust …

Warum eine bewusst gewählte Sendepause manchmal die beste Wahl ist

Einigen von euch wird es sicherlich schon aufgefallen sein: Ich bin ungewöhnlich still in letzter Zeit. Twitter, mein liebstes und erstes Sprachrohr in der bunten Netzwelt, wird derzeit nur sehr sporadisch mit Tweets von mir befüllt und Facebook hat mich schon seit einer ganzen Weile nicht mehr gesehen. Was ist also los? Wo drückt der Schuh? Im Grunde genommen ist ganz viel los – und eigentlich gar nichts. Manchmal ist einem nämlich die ganze Welt zu viel, obwohl man zu Hause auf seinem Bürostuhl sitzt und eigentlich nichts weiter tun müsste, als einen Buchstaben nach dem anderen in das Manuskript-Dokument zu tippen. Stück für Stück, so wird ein Roman draus. In meinem Arbeitszimmer sitzt eine kleine Teufelin neben mir und grinst sich hämisch einen, weil ich mich mal wieder habe abholen lassen. Abholen von den ganzen (schrecklichen) Ereignissen da draußen in der großen, weiten Welt, von den Erfolgsgeschichten anderer Autoren, die besser, schneller, geschickter sind als ich und letztendlich sogar von den mir seit Monaten bekannten (aber innerlich vollkommen ignorierten) Sommerferien meiner Kinder. Es besteht …

Alles neu!

Liebe Leserin, meine Mutter hat einen Sinnspruch an ihrer Küchenpinnwand, an den ich im Laufe des letzten Jahres immer wieder denken musste, und welchen ich als besonders treffend empfand: „Je mehr der Mensch plant, desto härter trifft ihn der Zufall.“   Uns als Familie ging es ein gutes Jahr so, denn wir haben gebaut und sind eine Woche vor Ostern umgezogen in unseren Neubau. Trotz aller guter Vorausplanung für die Bau- und Umzugsphase sind wir manchmal hart vom Zufall erwischt worden. Und auch ich als Autorin (Selfpublisherin) habe ein hartes Jahr hinter mir, denn manchmal entwickeln sich die Dinge leider nicht so wie geplant. Positiv formuliert: Das, was ich im letzten Jahr über die Zusammenarbeit mit einem eBook-Verlag lernen durfte, kann ich zukünftig nicht noch einmal falsch machen. Tatsächlich ist meine letzte Verlagsveröffentlichung ziemlich genau ein Jahr her: „Eine Affäre auf Mauritius“, meine erste Veröffentlichung als Selfpublisherin aus dem Jahr 2013, fand am 7. Juni 2015 den Weg in die eBook-Shops. Nun haben wir bereits die Jahresmitte erreicht und es geht wieder stark auf Weihnachten …