Alle Artikel von Anne

Das Erbe von La Florentina

Als ihre geliebte Tante Harriet stirbt, ist Laura am Boden zerstört. Zu ihrer Mutter hat sie kein gutes Verhältnis und als sie dann auch noch ihren Job als Köchin verliert, ist sie endgültig verzweifelt. Ihr Traum vom eigenen Restaurant rückt wieder einmal in weite Ferne. Doch dann erreicht sie unerwartet Post aus Italien: Harriet hat ihr ein Weingut im malerischen Kampanien hinterlassen. Laura fliegt Hals über Kopf nach Süditalien. Das Weingut La Florentina liegt idyllisch an den Hängen  der Amalfiküste hoch über dem Meer. Für Laura ist klar: Sie will das Weingut so schnell wie möglich verkaufen und das Kapital für ihren Lebenstraum zu nutzen. Doch weder hat sie mit dem sturen und wahnsinnig gutaussehenden Gutsverwalter Matteo gerechnet, noch damit, dass seine und ihre Familiengeschichten untrennbar miteinander verwoben sind. Und Laura merkt: Nur wer seine Vergangenheit kennt, kann eine Zukunft planen …

Buchmesse, die Erste. Messeblues, der Erste.

Leipziger Buchmesse 2019

Montagvormittag. Ruhe im Haus, Zeit zu schreiben. Aber nicht am nächsten Manuskript, sondern über die Leipziger Buchmesse. Gemeinsam mit der Autorin Iris Fox habe ich am letzten Wochenende zum ersten Mal in meinem Leben die Leipziger Buchmesse besucht. Neben all den großen und kleinen Eindrücken ist mir einer ganz besonders haften geblieben: Es ist ein Riesenunterschied, ob man die schreibenden Kollegen und Kolleginnen „nur“ virtuell kennt, oder ob man ihnen tatsächlich live und in Farbe begegnet ist und im besten Falle ein paar Minuten miteinander reden konnte. Plötzlich haben Twitter- und Instagramaccounts ein echtes, lebendiges Gesicht. Plötzlich sieht man all das, was der virtuelle Account einem verschweigt: Ein Lächeln, ein Zwinkern, ein Ausdruck von Freude oder auch Ungeduld. Man hört die Stimme und ihre Sprechgewohnheit, die zu dem Social-Media-Account gehört. Man stellt fest, wie groß oder klein dieser Mensch im Verhältnis zu einem selbst ist … All diese kleinen Dinge, die scheinbar unwichtig sind, aber eben doch eine ganze Menge ausmachen, damit aus dem Social-Media-Account ein echtes, menschliches Profil wird. Ich fand es unglaublich spannend zu beobachten, inwieweit die Kollegen und Kolleginnen, die ich getroffen habe, zu dem von mir bereits über das Social-Media-Profil bestehenden Eindruck korrelierten – oder eben auch nicht. Und wie mir einige Rückmeldungen bestätigten, war ich nicht die einzige, die über Beobachtung ihre zuvor gewonnenen Eindrücke abglich. 😉 So ergibt sich für mich durch diesen Messebesuch wohl ein Besuch beim Fotografen („Dein Twitterprofilbild sieht aber doch etwas anders aus!“).

Aus schreibender Sicht: Die Leipziger Autorenrunde

Wer sie noch nicht kennt: Die Leipziger Autorenrunde ist eine ganztägige Fachtagung im Congress Center Leipzig. Organisiert wird sie von Leander Wattig und Team.
Von 10:00 bis 17:00 trafen sich Vortragende und Interessierte am Messesamstag am runden Tisch für jeweils 45 Minuten andauernde Sessions, danach wurde im rotierenden System gewechselt, wobei der Teilnehmer die freie Tischwahl hatte. Auch hier wieder der vorherrschende Eindruck: Es ist gut und wichtig, die Menschen live und in Farbe zu sehen, anstatt sie ausschließlich über Medien zu kennen.
In diesem Jahr interessierten mich Themen wie „Autobiografisches Schreiben“, „Non Fiction“, „Dichtung und Wahrheit“, sowie „Nature Writing“, aber auch „Aufenthaltsstipendien“ und „Verlagsvertrag“. Die Referenten waren allesamt gut vorbereitet und gestalteten ihre Vorträge insgesamt sehr individuell, einige boten sogar an, sie nach der Autorenrunde über ihre jeweiligen Websites zu kontaktieren, falls doch noch Fragen auftauchten.

Hochspannung kurz vor Schluss: Manuskript pitchen beim „Verlag trifft Autor“

Am Messesonntag, wenn man eigentlich denkt „Ahhhh, noch ein gemütlicher Messebummel, und dann heimwärts!“, kann man stattdessen auch noch selbst für ordentlich Adrenalin im Blut und Lampenfieber sorgen: Wer ein Manuskript fertig geschrieben hat und sich vorab beworben und einen Platz zugewiesen bekommen hat, darf am Sonntagvormittag auf der Veranstaltung „Meet & Greet – Verlag trifft Autor“ noch einmal alles geben und versuchen, innerhalb von 10 Minuten sein Manuskript an den Mann oder die Frau zu bringen. So erging es mir, als ich meinen Amalfi-Roman am Sonntagmorgen zwei Verlagen vorstellen durfte. Resultat: Ich darf mein Manuskript zuschicken, die Prüfung wird ergeben, was am Ende daraus wird.
Diese Veranstaltung fand ich sehr aufschlussreich. Abgesehen davon, ob ein Manuskript eine Chance hat, bekommt man als Autor in gewisser Weise unmittelbar mitgeteilt, wie man beim jeweiligen Gegenüber ankommt. Ob und wie Rückfragen seitens des vor einem sitzenden Lektorats gestellt werden, spiegelt wieder, ob man seinen Roman „rund“ mitteilen kann oder nicht. Ich fand das sehr lehrreich, auch wenn ich zugegebenermaßen auf die innere Aufregung gut hätte verzichten können. Aber, und auch das muss man sich bewusst machen: So ein Pitch ist im Grunde genommen nichts anderes als eine mündliche Prüfungssituation.

Leipziger Buchmesse: Die Nächste?

Das war meine erste Leipziger Buchmesse. Ich habe so viele tolle Menschen kennenlernen dürfen, habe mich sehr umfangreich informieren können und am Ende sogar mein Manuskript erfolgreich vorgestellt. Im Zentralbereich der Messe „unter der Glaskuppel“ ging es zeitweise zu wie im Bienenstock, der Lautstärkepegel war enorm. Auch habe ich leider einige Gespräche mit Kolleginnen nicht führen können, die ich bisher nur virtuell kannte, entweder passten die Zeit oder die Umstände nicht. Am Samstag wären Iris und ich fast zu spät zu unseren Terminen gekommen, weil wir – obwohl wir um kurz nach neun losgefahren sind – in ein Parkplatzproblem geraten sind. Es gab also durchaus ein paar Zwickel und Zwackel, die nicht rund gelaufen sind. Dennoch, wenn mich jemand fragen würde, ob ich noch einmal zur Leipziger Buchmesse fahre, ich würde sofort Ja sagen.

Januar – Neues Jahr, neues Glück

Wie sehr hatte ich mir vorgenommen, gewisse Aufgaben bis Ende des Jahres erledigt zu haben, damit ich sie im Neuen Jahr nicht wieder – oder: immernoch – vor der Nase habe. Tja. Wenigstens war der Gedanke daran schön. 😉

Leider ist der Aufwand der Websiteüberarbeitung etwas größer als gedacht. Aber, wenn das dann endlich fertig ist, ist es bestimmt schön. Und ich hab hoffentlich meine Ruhe, was technische Belange angeht.

Und schreibend?

Im November 2018 habe ich zum wiederholten Male am NaNoWriMo teilgenommen und es endlich geschafft. 50.000 Wörter (und ein paar) sind in einem neuen Manuskript geschrieben, welches natürlich noch gehörig Überarbeitung braucht, aber: hey, es besitzt einen Anfang und ein Ende und einen vollständigen Mittelteil! Was will man mehr?

Bevor es mit diesem Manuskript ins Eingemachte geht, muss erst noch ein anderes Werk überarbeitet werden, mit dem ich im Sommer 2018 fertig geworden bin: Der Amalfi-Roman. Der Beginn der Überarbeitung ist gemacht, doch dann kam der NaNoWriMo, die Familiengeburtstagsriege, Weihnachten und die Jahresendralleye.

Ausblick

Auf ein Ereignis 2019 freue ich mich ganz besonders: Zusammen mit meiner Schriftstellerkollegin Iris Fox steht der Besuch der Leipziger Buchmesse an! Mein erster Buchmessebesuch. Wahnsinn! Ich freue mich und bin schon ganz gespannt, was mich dort erwartet.

Dezember

Nein, Schnee liegt in Norddeutschland bis jetzt noch nicht. Da ich noch einiges im Garten zu erledigen habe, bevor der „richtige“ Frost kommt – was auch immer „richtig“ in Zeiten globaler Erwärmung bedeuten mag – bin ich nicht traurig darum, noch keinen Schnee zu haben.

Das Jahr 2018 geht mit großen Schritten auf sein Ende zu. Sehr bald schon ist Weihnachten, und zwei Geburtstage später ist Silvester. Ehe man sich versieht, ist man im Neuen Jahr angekommen, muss sich an die neue Zahl am „Ende“ gewöhnen und ist vielleicht ein Stück weit mit zu vielen guten Vorsätzen unterwegs.

Seitdem ich vor einigen Jahren lebensbedrohlich krank war, habe ich es mir abgewöhnt mit auch nur irgendwelchen Vorsätzen ins neue Jahr zu gehen. Was soll’s auch? Man lebt im Hier und Jetzt.

Ich ziehe eher eine Bilanz, was ich im vergangenen Jahr an Gutem und Schlechtem erlebt habe, was mich erfreut, mich überrascht, unglücklich gemacht oder erschreckt hat.
Und was die Bilanz für 2018 angeht, kann ich sagen: Holy Guacamole! Was für ein Jahr!

Endlich wieder auf Reisen!

Wer selbst Elternteil ist und sich in seinen Freiheiten durch die Anwesenheit von Babies und Kleinstkindern deutlich eingeschränkt fühlt, der wird bei diesem Satz vielleicht erfreut aufhorchen: Hey, es wird besser! Reisen – auch weitere Strecken mit dem Auto – sind machbar!

Unsere Familie ist im April auf einem Miniminikurztrip nach Oslo, Norwegen gewesen – auf dem Schiff! – und ist im Mai mitsamt Kind und Kegel und Wohnwagen für fast drei Wochen durch Italien und Frankreich gefahren. Das letzte Mal war ich 2011 mitsamt der Zwillingskugel in Frankreich, ist also schon ’ne Weile her, und entsprechend groß fiel meine Freude über diesen Urlaub aus. Erst, wenn man unterwegs ist, geht einem richtig auf, wie sehr man die Freiheit des Unterwegsseins vermisst hat. Mir erging es jedenfalls so, und ich habe alle meine Eindrücke von Oslo, Norditalien und Frankreich in meinem Reisetagebuch festgehalten, um in Stunden, in denen ich mich wie festgekettet im Alltragstrott fühle, davon zu zehren. (Ganz zu schweigen von den drei Romanideen, die mich in Frankreich heimsuchten …)

Autorenleben – Es geht aufwärts

Schreibend war das Jahr 2018 für mich ein gutes Jahr. Zwar kann ich keine neue Veröffentlichung vorweisen, dafür habe ich aber den „Amalfi-Roman“ in seiner ersten Rohfassung fertig geschrieben und ein weiteres Manuskript während des NaNoWriMos in seiner Rohfassung verfasst.

Der Amalfi-Roman spielt in Kampanien, in Süditalien auf einem Weingut. Die Protagonistin erhält dieses kleine Weingut durch eine Vorvererbung ganz unerwartet, sie wusste nicht, dass dieses überhaupt im Familienbesitz existiert. Sie bricht nach Italien auf und macht sich daran, herauszufinden, wie es in den Besitz ihrer Familie gelangen konnte, und deckt dabei das dunkelste Kapitel ihrer Familiengeschichte auf. Je tiefer sie in die Geschichte des Weinguts eintaucht, umso mehr wird ihr offenbart, dass ihr Leben auf einem Fundament aus Lügen und Betrug aufgebaut ist, und desto schwerer wird es für sie die Gefühle des Verwalters des Weinguts zu erwidern. Sie hat einen Haufen Hindernisse aus dem Weg zu räumen und am Ende für sich einzustehen, bevor sich doch noch Alles zum Guten wendet.

Zum Jahresabschluss

Am Ende wird Alles gut. Daran glaube auch ich ganz fest. Neben dem belletristischen Schreiben hat mir das Tagebuchschreiben 2018 über so manch frustreiche Stunde hinweg geholfen, z. B. wenn die Wäscheberge des Himalaya wieder einmal gigantisch waren oder ich vor lauter Alltagsstress, Familienleben und Haushalt (Unkraut wächst sogar bei monatelanger Trockenheit!) nicht mehr zum belletristischen Schreiben gekommen bin.

Aber was soll’s. Am Ende wird schon Alles gut werden. Und so nehme auch ich langsam aber sicher Abschied vom Jahr 2018, wäge ab, was ich davon mit „rüber“ nehme ins Neue Jahr und trage in diesen Tagen Sorge dafür, möglichst viel zum Abschluss zu bringen, damit ich es loslassen kann und frei bin für Neues, das mir in 2019 begegnen wird.